Willkommen auf FairQuer, dem Blog des Deutschen Kinderschutzbundes in NRW.
Wir verstehen uns als Lobby für Kinder in Nordrhein-Westfalen. Hier kommentieren, analysieren und diskutieren wir aktuelle Entwicklungen im Kinderschutz.

Heute ist „Safer Internet Day“

Gemeinsam das Internet entdecken – aber sicher!

©Berlin pics/PIXELIO

Heute ist „Safer Internet Day“ – so wie seit 2004 an jedem zweiten Dienstag im Februar. Initiiert von der Europäischen Union soll dieser Tag mit verschiedenen Aktionen oder Veranstaltungen auf das Thema „Internetsicherheit“  aufmerksam machen und die Nutzerinnen und Nutzer für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Medien sensibilisieren. In diesem Jahr heißt das Motto „connecting generations and educating each other“ -  „Generationen verbinden und voneinander lernen lassen“. Eine Haltung, die wir vom Deutschen Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V. voll unterstützen.
Insbesondere im Hinblick auf das Internet können die Generationen voneinander profitieren, indem sie nicht nur darüber sprechen und sich austauschen, sondern auch gemeinsam auf „virtuelle Entdeckungstour“ gehen. So haben viele Erwachsene dicke Fragezeichen im Kopf, wenn sie „twitter“, „youtube“ oder „facebook-timeline“ hören; aber auf die Idee, die jüngere Generation nach Tipps und Hilfestellungen zu fragen, trauen sich die wenigsten.

Umgekehrt kann es genauso passieren, dass Kinder und Jugendliche medialen Inhalten ausgesetzt werden, bei denen sie sich unwohl fühlen und gerne auf den Schutz durch die Erwachsenen zurückgreifen würden – auch hier fühlen sich viele allein gelassen. Weiterlesen …

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Hausaufgabenbetreuerin schildert die Zeugniswoche aus ihrer Sicht

Manche Kinder sind “Weltmeister im Verdrängen”

©Dieter Schütz/PIXELIO

In dieser Woche gibt es Halbjahreszeugnisse. Ich war fast 30 Jahre lang Grundschul-Lehrerin und weiß, wie wichtig dieser „große Tag“ für viele Kinder und ihre Eltern ist. Die Zeugnisse sind eine Art Bestandsaufnahme, wie gut sie in den vergangenen Monaten gelernt haben. Dass Kinder darunter leiden, wenn sie die hohen Erwartungen ihrer Eltern nicht erfüllen können, habe ich in meinem Berufsalltag oft miterlebt. Nach meinem Ausscheiden aus dem Beruf engagiere ich mich beim DKSB Ortsverband Schmallenberg in der Hausaufgabenhilfe.

Die Jungen und Mädchen, die nachmittags zu uns kommen, haben bereits viele Misserfolgs-Erfahrungen hinter sich. Sie besuchen Förderschulen, in denen es keine Notenzeugnisse gibt und man sich über jeden kleinen Fortschritt freut. Unterstützung durch die Eltern gibt es bei diesen Kindern oft nicht. Die meisten unserer Grundschüler gehören zum schwächsten Drittel ihrer Klasse und wissen das natürlich auch. Aber sie sind Weltmeister im Verdrängen! Angst vor dem Zeugnis spüren sie nicht – oder sagen es zumindest so. Sie flüchten sich in eine Traumwelt und rechnen mit guten Noten. Die Lehrerinnen und Lehrer in den Schulen können diesen leistungsschwachen Kindern nicht gerecht werden, weil die Klassen viel zu groß sind. Das könnte mich wütend machen, aber das lasse ich nicht zu. Ich weiß, dass meine Arbeit mit den Kindern in der Hausaufgabenbetreuung nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“ ist, freue mich aber über jede kleine Hilfe, die ich geben kann. Weiterlesen …

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Jeans Fritz spendet 208.707 Euro an den DKSB

Schmaler Kalender, breite Wirkung

Anfang der Woche war ich mal wieder schon um kurz vor sieben morgens auf der Autobahn. Es ging rund 200 Kilometer weit nach Nordosten, nach Hüllhorst im Kreis Minden-Lübbecke. Ein angenehmer Termin, trotz der frühen Fahrt. Denn in Hüllhorst gibt es – neben viel schöner Landschaft – eine Firma, die für den Deutschen Kinderschutzbund sehr wichtig ist: Jeans Fritz. Das Unternehmen hat unserem Lobbyverband in den vergangenen Jahren rund 1,5 Millionen Euro gespendet. Das wissen wir sehr zu schätzen! Ohne dieses Geld wäre unsere Arbeit längst nicht das, was sie heute ist.
Die Idee hinter dieser Wahnsinns-Summe ist eigentlich ganz einfach. Jeans Fritz gibt jedes Jahr einen Familien-Kalender heraus, der in den bundesweit 260 Filialen der Modekette als Dank für eine Spende an Kundinnen und Kunden verschenkt wird. Vielleicht hängt ja bei ihnen zu Hause auch einer davon? Jeans Fritz übernimmt die Herstellung des Kalenders – und der Deutsche Kinderschutzbund profitiert davon. Bei unserem Treffen Anfang der Woche überreichten mir Frank Eickmeier, geschäftsführender Gesellschafter von Jeans Fritz, und Frank Schwier, Leiter Technischer Einkauf, einen Scheck über 208.707 Euro.
In solchen Momenten bin ich immer wieder froh, dass es Unternehmen gibt, die sich sozial verantwortlich fühlen. Unternehmen, die nicht nur an ihren eigenen Gewinn denken, sondern gemeinnützigen Organisationen wie der unseren unter die Arme greifen. „Verantwortungsgemeinschaft“ nennt man so etwas ja – ein schönes Wort für eine tatsächlich gelebte Haltung, finde ich.

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In drei Wochen gibt es Halbjahreszeugnisse

Kinder mit schlechten Noten brauchen keinen Druck

©Alexandra H./PIXELIO

Anfang Februar (6. bis 10. Februar) bekommen die Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen ihre Halbjahreszeugnisse. Viele von ihnen haben Angst davor – genauso wie ihre Eltern, gerade wenn die Noten schlechter ausfallen als erwartet. Nach dem aktuellen LBS-Kinderbarometer Deutschland fühlt sich jedes sechste Kind in der Schule generell nicht wohl. Jedes zweite Kind leidet laut einer Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2010 unter Schulstress. Dabei macht Druck das Lernen noch schwieriger.

Welche Zensuren auf dem Halbjahreszeugnis wie aussehen, wissen die meisten Kinder schon vor dem „großen Tag“. Aber viele trauen sich nicht, ihren Eltern davon zu erzählen, wenn sie etwa in Biologie nur ein knappes „Ausreichend“ bekommen oder in Mathematik sogar ein „Mangelhaft“. Manche Jungen und Mädchen bekommen dann Kopfschmerzen, Schlafstörungen – oder ihnen tut der Magen weh. Für Ärzte und Psychologen sind diese Symptome Ausdruck von Stress und Angst vor dem Versagen. Weiterlesen …

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Bundestag und Bundesrat stimmten am Freitag zu

Grünes Licht für Bundeskinderschutzgesetz

Grünes Licht

©BenjaminKlack/PIXELIO

„Dieses Gesetz ist ein wirklicher Fortschritt!“ Dieter Greese, Vorsitzender des Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband NRW e.V., freut sich, dass am Freitag (16. Dezember) sowohl der Bundestag als auch der Bundesrat im zweiten Anlauf grünes Licht für das überarbeitete Bundeskinderschutzgesetz gegeben haben. Nach jahrelanger Debatte tritt das „Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen“ – wie es offiziell heißt – jetzt am 1. Januar 2012 mit notwendigen und begrüßenswerten Nachbesserungen in Kraft. „Der Kinderschutz wird dadurch in Deutschland deutlich gestärkt“, so Greese.

Bund und Länder hatten sich am vergangenen Mittwoch im Vermittlungsausschuss über bislang strittige Punkte geeinigt. Die Finanzierung der Bundesinitiative Familienhebammen und des Netzwerks Frühe Hilfen ist jetzt verlässlich gesichert – bisher ein großes Manko des Gesetzes. In den kommenden beiden Jahren stehen 30 bzw. 45 Millionen Euro für die Unterstützung junger Familien in schwierigen Lagen zur Verfügung; ab 2014 sind es dauerhaft 51 Millionen. Der Bund trägt dabei einen Großteil der Mehrkosten, die den Ländern und Kommunen entstehen. Außerdem wurden Regelungen zur Sicherung von Qualitätsstandards für die Träger der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe vorgeschlagen. Weiterlesen …

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Video-Spots des DKSB Landesverbandes Saarland unterhalten und informieren

Erziehungs-Tipps per Mausklick

Kevin hat Stress. Nachhilfe, Gitarrenunterricht, Üben für die Mathearbeit. Seine Mutter drängelt und macht Druck. Dabei will Kevin eigentlich nur eins: mit den anderen Kindern aus der Nachbarschaft Fußball spielen. „Fördern Sie Ihr Kind, aber überfordern Sie es nicht“, heißt es am Ende dieses knapp zweiminütigen Videos. „Fördern mit Maß“ ist einer von bislang sieben Erziehungs-Spots, die der DKSB-Landesverband Saarland e.V. mit verschiedenen Kooperationspartnern für das Internet produziert hat. Mal originell, mal witzig, aber immer eindringlich geht es um alltägliche Erziehungsfragen – etwa um Unordnung im Kinderzimmer, Ärger wegen des Zähneputzens, Meckern über das Essen oder Elternstreit vor den Kindern. Weiterlesen …

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Die Ergebnisse der Elefanten-Gesundheitsstudie liegen vor

Kinder wissen viel – und wollen noch mehr

Gesund sein und gesund bleiben – das ist schon jüngsten Kindern sehr wichtig. Bereits Sieben- bis Neunjährige haben genau Vorstellungen über ihre eigene Gesundheit. Und sie sind bereit, selbst etwas dafür zu tun – sich gesund zu ernähren und zu bewegen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Elefanten-Kindergesundheitsstudie in Kooperation mit dem Deutschen Kinderschutzbund. Für die größte und bundesweit einzige repräsentative Studie dieser Art wurden bundesweit fast 5000 Kinder zwischen sieben und neun Jahren befragt. Weiterlesen …

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DKSB und LfM luden zum Fachtag "Cybermobbing" ein

Wenn das Surfen im Internet Bauchschmerzen macht

Dr. Catarina Katzer

Schlagen, Treten, Bespucken, Hänseln oder einfach nur Ignorieren: In deutschen Klassenzimmern kann es heiß hergehen, wenn die Kinder scheinbar an „Geschmacksverkalkung“ leiden, schiefe Zähne haben, wie eine „Bohnenstange“ aussehen, kein I-Phone besitzen und einfach ein „Opfer“ sind. Was sich in der Realität bitter anhört und schwer zu zügeln ist, nimmt im Zeitalter der digitalen Kultur eine neue Wendung. Während die „Täter“ in der Klasse ein Gesicht haben, verstecken sich die digitalen Mobber auf eine anonyme und bequeme Weise im Netz und lassen ihren Hasstiraden freien Lauf.

Die Täter können beim Cybermobbing mit nur einem Klick eine Lawine an Beleidigungen auslösen, denen Kinder und Jugendliche nur schwer ausweichen können. Das digitale Netz – und hier insbesondere die sozialen Netzwerke – bieten die „optimale“ Plattform. Sei es das Zurechtschneiden der Fotos von Gesichtern oder Körperteilen, das Hacken eines persönlichen Profils, das Verbreiten eines Gerüchts oder aber das Einstellen eines peinlichen Videos. Die Folgen sind kaum absehbar. Das potentielle Publikum beim Cybermobbing ist riesengroß, ein Löschen aus dem Internet unmöglich. Weiterlesen …

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RTL setzt heftig kritisierte Sendung ab

Good bye, Super Nanny

Bitte nicht mehr weiter gehen!

©HenrikGVogel/PIXELIO

Die Ära „Super Nanny“ ist nun vorbei – zum Glück. Seit 2004 wurde mittwochs fleißig zur besten Sendezeit eine Familie öffentlich zur Schau gestellt und die Kinder auf übelste Weise instrumentalisiert. Heulen, Kloppen und Brüllen bis zum Umfallen.

Schließlich lautete sieben Jahre lang das Motto: Je mehr Drama, desto besser ist die Quote! Die voyeuristisch veranlagten Zuschauer vor dem Fernseher wollen ja nicht einschlafen, sondern eine spannende Unterhaltungssendung genießen! Mit der ersten Ausstrahlung dieses Formats war schnell klar: Es geht nicht um pädagogische Betreuung und Hilfestellung für überforderte Familien, sondern um die entwürdigende Darstellung von Kindern und ihren Familien im besten Interesse einer hohen Einschaltquote.

Der Deutsche Kinderschutzbund hat sich seit der ersten Folge immer wieder kritisch zu diesem Format geäußert und das Absetzen dieser „Wir tun alles dafür, damit die Familie heulend vor der Kamera zusammenbricht“-Serie gefordert – zuletzt noch im Oktober dieses Jahres in Form eines Offenen Briefes. Die Tatsache, dass in einigen der Ausstrahlungen Gewalt gegen Kinder durch die Eltern ausgeübt wurde, ohne dass die Super Nanny oder das Kamerateam eingeschritten waren, hat nicht nur den Deutschen Kinderschutzbund, große Teile der Bevölkerung und anerkannte Organisationen der Jugendhilfe entsetzt, sondern auch die Kommission für Jugendmedienschutz. Diese hat im April dieses Jahres für eine Folge „Super Nanny“ aus dem vergangenen Jahr ein Bußgeld in Höhe von 30.000 Euro verhängt. Doch was sind schon 30.000 Euro für RTL? Peanuts! Weiterlesen …

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Bundeskinderschutzgesetz bekommt im Bundesrat keine Mehrheit

Schwachstellen müssen auf den Prüfstand

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Das geplante Bundeskinderschutzgesetz hat bei der Abstimmung im Bundesrat am vergangenen Freitag (25. November) keine Mehrheit gefunden. Für den Vorsitzenden des Kinderschutzbundes Landesverband NRW e.V., Dieter Greese, ist das aber keine Katastrophe. „Das Gesetz ist nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben“, so Greese. Er erwartet, dass jetzt im Vermittlungsausschuss zeitnah und zielgerichtet nachgebessert wird, um einen mehrheitsfähigen Kompromiss zustande zu bringen. Vorerst geht die Diskussion weiter, wie der Kinderschutz in Deutschland auf eine tragfähigere Grundlage gestellt werden kann.

Greese spricht sich eindeutig für das geplante Bundeskinderschutzgesetz aus.  „Es ist ein wirklicher Fortschritt – auch wenn es noch einige Mängel hat“, meint Greese. Mit seinem Inkrafttreten würde der Kinderschutz in Deutschland deutlich gestärkt. Weiterlesen …

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