Archiv für den 07.02.2012

Heute ist „Safer Internet Day“

Gemeinsam das Internet entdecken – aber sicher!


©Berlin pics/PIXELIO

Heute ist „Safer Internet Day“ – so wie seit 2004 an jedem zweiten Dienstag im Februar. Initiiert von der Europäischen Union soll dieser Tag mit verschiedenen Aktionen oder Veranstaltungen auf das Thema „Internetsicherheit“  aufmerksam machen und die Nutzerinnen und Nutzer für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Medien sensibilisieren. In diesem Jahr heißt das Motto „connecting generations and educating each other“ -  „Generationen verbinden und voneinander lernen lassen“. Eine Haltung, die wir vom Deutschen Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V. voll unterstützen.
Insbesondere im Hinblick auf das Internet können die Generationen voneinander profitieren, indem sie nicht nur darüber sprechen und sich austauschen, sondern auch gemeinsam auf „virtuelle Entdeckungstour“ gehen. So haben viele Erwachsene dicke Fragezeichen im Kopf, wenn sie „twitter“, „youtube“ oder „facebook-timeline“ hören; aber auf die Idee, die jüngere Generation nach Tipps und Hilfestellungen zu fragen, trauen sich die wenigsten.

Umgekehrt kann es genauso passieren, dass Kinder und Jugendliche medialen Inhalten ausgesetzt werden, bei denen sie sich unwohl fühlen und gerne auf den Schutz durch die Erwachsenen zurückgreifen würden – auch hier fühlen sich viele allein gelassen. Weiterlesen »

 

Hausaufgabenbetreuerin schildert die Zeugniswoche aus ihrer Sicht

Manche Kinder sind “Weltmeister im Verdrängen”


©Dieter Schütz/PIXELIO

In dieser Woche gibt es Halbjahreszeugnisse. Ich war fast 30 Jahre lang Grundschul-Lehrerin und weiß, wie wichtig dieser „große Tag“ für viele Kinder und ihre Eltern ist. Die Zeugnisse sind eine Art Bestandsaufnahme, wie gut sie in den vergangenen Monaten gelernt haben. Dass Kinder darunter leiden, wenn sie die hohen Erwartungen ihrer Eltern nicht erfüllen können, habe ich in meinem Berufsalltag oft miterlebt. Nach meinem Ausscheiden aus dem Beruf engagiere ich mich beim DKSB Ortsverband Schmallenberg in der Hausaufgabenhilfe.

Die Jungen und Mädchen, die nachmittags zu uns kommen, haben bereits viele Misserfolgs-Erfahrungen hinter sich. Sie besuchen Förderschulen, in denen es keine Notenzeugnisse gibt und man sich über jeden kleinen Fortschritt freut. Unterstützung durch die Eltern gibt es bei diesen Kindern oft nicht. Die meisten unserer Grundschüler gehören zum schwächsten Drittel ihrer Klasse und wissen das natürlich auch. Aber sie sind Weltmeister im Verdrängen! Angst vor dem Zeugnis spüren sie nicht – oder sagen es zumindest so. Sie flüchten sich in eine Traumwelt und rechnen mit guten Noten. Die Lehrerinnen und Lehrer in den Schulen können diesen leistungsschwachen Kindern nicht gerecht werden, weil die Klassen viel zu groß sind. Das könnte mich wütend machen, aber das lasse ich nicht zu. Ich weiß, dass meine Arbeit mit den Kindern in der Hausaufgabenbetreuung nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“ ist, freue mich aber über jede kleine Hilfe, die ich geben kann. Weiterlesen »