Archiv zum Thema "Kinderschutzbund in NRW"

Vor „Deutschland sucht den Superstar“ sind bald nicht mal mehr Kindergartenkinder sicher

Je schlechter die Quoten, desto absurder die Ideen


„Deutschland sucht den Superstar“ (RTL) rutscht immer tiefer ins Quotenabseits, und die Macher scheinen nun alles in Kauf nehmen zu wollen, um Herrn Bohlen und die RTL-Family wieder zum Lachen zu bringen. Der Sender plant jetzt eine Kinderversion der Castingshow für vier-bis 14-Jährige.
„Du, wenn ich meinem Hund eine Currywurst in den Arsch schiebe, dann macht er solche Geräusche!“ oder „Ich hab´ Freunde und wenn die auf dem Oktoberfest neben´s Bierzelt kotzen oder so ist das echt rhythmischer als das, was du hier so bringst.“ Diese und andere heftige Sprüche sind die Regel bei Herrn Bohlen, wenn es darum geht, die Castingmitglieder beim Singen zu bewerten. Dabei muss es natürlich ordentlich zur Sache gehen, Nettigkeiten sind hier völlig fehl am Platz. Weiterlesen »
 

Jeans Fritz spendet 208.707 Euro an den DKSB

Schmaler Kalender, breite Wirkung


Anfang der Woche war ich mal wieder schon um kurz vor sieben morgens auf der Autobahn. Es ging rund 200 Kilometer weit nach Nordosten, nach Hüllhorst im Kreis Minden-Lübbecke. Ein angenehmer Termin, trotz der frühen Fahrt. Denn in Hüllhorst gibt es – neben viel schöner Landschaft – eine Firma, die für den Deutschen Kinderschutzbund sehr wichtig ist: Jeans Fritz. Das Unternehmen hat unserem Lobbyverband in den vergangenen Jahren rund 1,5 Millionen Euro gespendet. Das wissen wir sehr zu schätzen! Ohne dieses Geld wäre unsere Arbeit längst nicht das, was sie heute ist.
Die Idee hinter dieser Wahnsinns-Summe ist eigentlich ganz einfach. Jeans Fritz gibt jedes Jahr einen Familien-Kalender heraus, der in den bundesweit 260 Filialen der Modekette als Dank für eine Spende an Kundinnen und Kunden verschenkt wird. Vielleicht hängt ja bei ihnen zu Hause auch einer davon? Jeans Fritz übernimmt die Herstellung des Kalenders – und der Deutsche Kinderschutzbund profitiert davon. Bei unserem Treffen Anfang der Woche überreichten mir Frank Eickmeier, geschäftsführender Gesellschafter von Jeans Fritz, und Frank Schwier, Leiter Technischer Einkauf, einen Scheck über 208.707 Euro.
In solchen Momenten bin ich immer wieder froh, dass es Unternehmen gibt, die sich sozial verantwortlich fühlen. Unternehmen, die nicht nur an ihren eigenen Gewinn denken, sondern gemeinnützigen Organisationen wie der unseren unter die Arme greifen. „Verantwortungsgemeinschaft“ nennt man so etwas ja – ein schönes Wort für eine tatsächlich gelebte Haltung, finde ich.

 

Großes Interesse an der Fachtagung zu Beschwerdestellen in der Jugendhilfe

Wenn sich Heimkinder ungerecht behandelt fühlen


Ombuds- und Beschwerdestellen sind wichtig, damit die Rechte von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der Erziehungshilfe besser vertreten werden. Darin waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer Fachtagung einig, die der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V. am Montag (7. November) in Wuppertal veranstaltet hat. Die Jugendhilfe habe sich in diesem Bereich aber erst auf den Weg gemacht. Weder die Finanzierung unabhängiger Beschwerdestellen noch die gesetzliche Verankerung solcher Anlaufstellen sind bisher geregelt, so die Kritik.

Das Interesse an dem Thema „Wie Kinderrechte zu Rechten von Kindern werden – Ombudschaft und Beschwerdestellen in der Jugendhilfe“ war groß. Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich in Fachvorträgen und diskutierten darüber, wie Kinderrechte in Heimen und anderen Einrichtungen der Erziehungshilfe größeres Gewicht bekommen und wie man mit Rechtsverletzungen umgehen kann. Die meisten Menschen im Saal kamen aus der Praxis. Vertreten waren vor allem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Heimträger und Jugendämter. Weiterlesen »

 

Erster Aktionstag Familie@Beruf.NRW

Was brauchen Kinder, wenn ihre Eltern arbeiten?


©GerdAltmann/PIXELIO

Berufstätige Eltern stehen unter Druck. Die Unternehmen fordern von ihnen, immer verfügbar zu sein, flexibel und mobil. Sie wollen diesem Anspruch auch gerecht werden und erfolgreich sein. Auf der anderen Seite sorgen sich berufstätige Eltern aber auch um das Wohl ihrer Kinder. Es gibt ja eine breite Palette von Maßnahmen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen sollen und auch können, zum Beispiel flexible Arbeitszeiten oder Ganztagsbetreuung. Aber für wen sind diese Maßnahmen gut? Nur für die Erwachsenen, die ihre Kinder in ihrer Arbeitszeit betreut wissen wollen? Welchen Platz haben die Bedürfnisse der Kinder?

Diese Fragen stellte der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V. beim ersten AktionstagFamile@Beruf.NRW und brachte auch gleich eine Antwort mit: Ein Aufwachsen in öffentlicher Verantwortung – sei es im Rahmen einer Kindertageseinrichtung, Kindertagespflege oder Ganztagsschule – ist für Kinder wichtig und richtig. Weiterlesen »

 

Die Projektkoordinatorin Eda Kanber über den ersten GELKI!- Fachtag in Oberhausen

Ernährungspyramide, Hüpfspiele und Entspannung


Gelki!-Expertinnen im Gespräch Was wäre GELKI! „Gesund leben mit Kindern – Eltern machen mit“ ohne die Menschen, die diesen Elternkurs mit Energie, Lust und Spaß füllen? Es sind die Trainer/-innen und Elternkursleitungen, die ihr Fachwissen in leicht verständlicher Sprache an die Eltern bringen. Sie vermitteln ihnen immer wieder, dass Bewegung, Entspannung und gesunde Ernährung trotz vielfältiger Belastung im Familienalltag ihren Platz finden können. Sie sind es, die Eltern motivieren, am Ball zu bleiben und an sich zu glauben. GELKI! will den Müttern und Vätern nicht zeigen, was sie nicht können, sondern das, was sie können! Während die Trainer/-innen primär die Schulungen koordinieren und die Elternkursleitungen fit für GELKI! machen, sind es letztere, die den Elternkurs anbieten und somit den direkten Draht zu der Familie haben.

Der erste GELKI!-Fachtag hat – mit finanzieller Unterstützung der Förderer Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West und der AOK Rheinland/Hamburg – eine ideale Plattform für alle Beteiligten geboten. Die Ruhrwerkstatt Oberhausen hat ebenfalls einen Beitrag zu unserem Fachtag geleistet, indem sie freundlicherweise die Räumlichkeiten kostenfrei zur Verfügung gestellt hat.   Weiterlesen »

 

Fachkongress am 6. Oktober in Düsseldorf

Präventionsketten gegen Kinderarmut


Kann ich mit zur Klassenfahrt? Wovon soll ich das Geburtstagsgeschenk für meinen besten Freund bezahlen? Können wir es uns leisten, mal wieder ins Schwimmbad zu gehen? Das sind Fragen, die viele Kinder und Jugendliche quälen: Allein in Nordrhein-Westfalen leben 800.000 unterhalb der Armutsgrenze. Das ist fast jedes vierte Kind. 

Kleines Geld

©Wilhelmine Wulff/PIXELIO

Eine empörende Zahl, findet das „Bündnis zur Bekämpfung der Kinderarmut“. Darin engagieren sich seit 2009 in Nordrhein-Westfalen Arbeiterwohlfahrt (AWO), Deutscher Gewerkschaftsbund (DBG), Kinderschutzbund NRW und der Paritätische gegen die Folgen der Kinderarmut. Das Bündnis forderte Politik und Verwaltung auf, die Betroffenen mit verpflichtender, präventiver Förderung aus dem Teufelskreis der Armut zu holen. 

 Armut überschattet das ganze Leben. Kinder, die in armen Familien groß werden, sind häufiger übergewichtig und können sich nicht so gut bewegen wie andere. Häufig entwickeln sie sich geistig und emotional verzögert. Weil sie nicht ausreichend motiviert und gefördert werden, sind arme Kinder im Schnitt weniger gebildet als andere und erbringen in der Schule schlechtere Leistungen.  Weiterlesen »

 

Die Stiftung der Sparda-Bank West fördert

Partys der besonderen Art…


„GELKI! Gesund leben mit Kindern – Eltern machen mit.“ heißen die Elternkurse des Deutschen Kinderschutzbund Landesverbandes NRW e.V., die derzeit im Rahmen des Projekts  „Gesundheit steckt an…“ in NRW laufen. Gefördert wird das Projekt von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.

Insgesamt 20 Einrichtungen aus dem Einzugsbereich der Sparda-Bank West nehmen daran teil und bieten in ihren Räumlichkeiten kostenlos den Elternkurs „GELKI!“ an. In dem Kurs werden Eltern alltagstaugliche Hilfestellungen, Tipps und Anregungen für einen gesunden Familienalltag gegeben. Weiterlesen »

 

So leicht können Familien entlastet werden

7 Prozent Mehrwertsteuer auf Kinderartikel!


19 Prozent – so hoch ist in der Regel die Mehrwertsteuer in Deutschland. Nur für wirklich wichtige Produkte gilt der ermäßigte Satz von 7 Prozent. So sollte man jedenfalls annehmen. Lebensmittel, Bücher, Kunst und der Personennahverkehr werden so begünstigt. Aber auch Rennpferde, Hotelübernachtungen, Skilifte und Trüffel… Warum aber gelten 7 Prozent Mehrwertsteuer nicht für Kinderartikel?

Genau das fordert die Initiative „7 Prozent – Mehrwert gerecht steuern“, die von der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen (AGF) und dem Unternehmen JAKO-O getragen wird. Kooperationspartner ist das deutsche Kinderhilfswerk. Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) unterstützt diese Forderung. Familien mit Kindern müssen bei der allgemeinen Preissteigerung schnell und gezielter entlastet werden! Weiterlesen »

 

Elternkurse zur Kindergesundheit immer beliebter

AOK Rheinland/Hamburg unterstützt „GELKI!“


ZuTanz im GELKI!-Kursgegeben, bei den Fragen: „Wie kann ich am besten mit dem Alltagsstress in der Familie umgehen?“, „Wie kriege ich mehr Bewegung in den Alltag?“ oder aber „Wie mache ich meinem Kind gesundes Essen schmackhaft?“ haben viele Mütter und Väter ein dickes Fragezeichen im Kopf. Antworten auf diese Fragen finden sie in den Elternkursen „GELKI! Gesund leben mit Kindern – Eltern machen mit“.

Speziell geschulte Fachkräfte bieten in acht Treffen á zwei  Stunden Wissenswertes zu den drei Bausteinen „gesunde Ernährung“, „Bewegung“ und „Entspannung“. Das Programm richtet sich in erster Linie an Familien mit wenig Geld. Es ist kostenlos und kann ohne große Hemmschwelle besucht werden. Weiterlesen »

 

Besserer Schutz von Kindern in öffentlichen Einrichtungen

Kontrolle ist gut – Beteiligung ist besser!


Kinder haben Rechte – auch in stationären Einrichtungen, Foto: DKSB/Susanne Tessa Müller

Erziehung in öffentlichen Einrichtungen ist ins Gerede geraten – zurecht. Auch wenn die meisten Akte von Gewalt gegen Kinder (sowohl körperliche als auch sexuelle) im Privaten, in Familien, stattfinden, sind auch die sozialen Institutionen in die Kritik geraten. Auslöser waren vor allem die Berichte ehemaliger Heimkinder, die in den 1945 bis 1970er Jahren in Erziehungsheimen lebten. Welche Schlußfolgerungen können für besseren Schutz von Kindern in dieser Lebenslage gezogen werden?

Ende 2010 hat der „Runde Tisch Heimerziehung“ seinen Abschlußbericht vorgelegt und bestätigte damit das Leid und Unrecht, unter dem viele Kinder und Jugendliche leiden mussten. Weiterlesen »