Archiv zum Thema "Bildung"

Fachtag informierte über "Inklusion aus der Sicht des Kindes"

Inklusion ist nötig und machbar


„Inklusion – was ist das denn?“ Das ist eine gängige Frage, die nicht nur auf der Familienfeier oder im Sportverein kommt. Auch Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, wissen oft nicht, was sie mit dem Begriff anfangen sollen. „Hat das nicht irgendwas mit Behinderungen zu tun?“, vermuten manche. Aber was? Inklusion hat noch keinen Platz in der öffentlichen Diskussion gefunden – und das ist im Grunde ein Skandal. Denn Kinder haben ein Recht auf Inklusion – aber wie kann das umgesetzt werden, wenn viele gar nicht wissen, wovon die Rede ist? Der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V. setzt auf Information – und lud zu einem Fachtag nach Erkelenz ein mit dem Thema „Inklusion aus der Sicht des Kindes“.
„Vielfalt macht stark“ – das ist einer der Grundgedanken der Inklusion. Das Ziel ist, dass  Kinder – ob mit oder ohne Behinderung – ihren Alltag zusammen verbringen, etwa in der Kindertagestagesstätte, der Schule oder in der Freizeit. Gedankliche Grundlage der Inklusion ist ein verändertes Menschenbild. Behinderung wird nicht als persönliches Defizit verstanden, sondern als Ausdruck menschlicher Verschiedenheit. Jedes Kind bekommt in inklusiven Einrichtungen die Teilhabe, Hilfe und Unterstützung, die es braucht – ob in der Schule, im Kinderchor oder dem Sportverein. Jeder Junge und jedes Mädchen gilt als Gewinn, das die anderen etwas lehrt. Ein schönes Ziel. Weiterlesen »
 

Hausaufgabenbetreuerin schildert die Zeugniswoche aus ihrer Sicht

Manche Kinder sind “Weltmeister im Verdrängen”


©Dieter Schütz/PIXELIO

In dieser Woche gibt es Halbjahreszeugnisse. Ich war fast 30 Jahre lang Grundschul-Lehrerin und weiß, wie wichtig dieser „große Tag“ für viele Kinder und ihre Eltern ist. Die Zeugnisse sind eine Art Bestandsaufnahme, wie gut sie in den vergangenen Monaten gelernt haben. Dass Kinder darunter leiden, wenn sie die hohen Erwartungen ihrer Eltern nicht erfüllen können, habe ich in meinem Berufsalltag oft miterlebt. Nach meinem Ausscheiden aus dem Beruf engagiere ich mich beim DKSB Ortsverband Schmallenberg in der Hausaufgabenhilfe.

Die Jungen und Mädchen, die nachmittags zu uns kommen, haben bereits viele Misserfolgs-Erfahrungen hinter sich. Sie besuchen Förderschulen, in denen es keine Notenzeugnisse gibt und man sich über jeden kleinen Fortschritt freut. Unterstützung durch die Eltern gibt es bei diesen Kindern oft nicht. Die meisten unserer Grundschüler gehören zum schwächsten Drittel ihrer Klasse und wissen das natürlich auch. Aber sie sind Weltmeister im Verdrängen! Angst vor dem Zeugnis spüren sie nicht – oder sagen es zumindest so. Sie flüchten sich in eine Traumwelt und rechnen mit guten Noten. Die Lehrerinnen und Lehrer in den Schulen können diesen leistungsschwachen Kindern nicht gerecht werden, weil die Klassen viel zu groß sind. Das könnte mich wütend machen, aber das lasse ich nicht zu. Ich weiß, dass meine Arbeit mit den Kindern in der Hausaufgabenbetreuung nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“ ist, freue mich aber über jede kleine Hilfe, die ich geben kann. Weiterlesen »

 

In drei Wochen gibt es Halbjahreszeugnisse

Kinder mit schlechten Noten brauchen keinen Druck


©Alexandra H./PIXELIO

Anfang Februar (6. bis 10. Februar) bekommen die Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen ihre Halbjahreszeugnisse. Viele von ihnen haben Angst davor – genauso wie ihre Eltern, gerade wenn die Noten schlechter ausfallen als erwartet. Nach dem aktuellen LBS-Kinderbarometer Deutschland fühlt sich jedes sechste Kind in der Schule generell nicht wohl. Jedes zweite Kind leidet laut einer Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2010 unter Schulstress. Dabei macht Druck das Lernen noch schwieriger.

Welche Zensuren auf dem Halbjahreszeugnis wie aussehen, wissen die meisten Kinder schon vor dem „großen Tag“. Aber viele trauen sich nicht, ihren Eltern davon zu erzählen, wenn sie etwa in Biologie nur ein knappes „Ausreichend“ bekommen oder in Mathematik sogar ein „Mangelhaft“. Manche Jungen und Mädchen bekommen dann Kopfschmerzen, Schlafstörungen – oder ihnen tut der Magen weh. Für Ärzte und Psychologen sind diese Symptome Ausdruck von Stress und Angst vor dem Versagen. Weiterlesen »

 

Erster Aktionstag Familie@Beruf.NRW

Was brauchen Kinder, wenn ihre Eltern arbeiten?


©GerdAltmann/PIXELIO

Berufstätige Eltern stehen unter Druck. Die Unternehmen fordern von ihnen, immer verfügbar zu sein, flexibel und mobil. Sie wollen diesem Anspruch auch gerecht werden und erfolgreich sein. Auf der anderen Seite sorgen sich berufstätige Eltern aber auch um das Wohl ihrer Kinder. Es gibt ja eine breite Palette von Maßnahmen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen sollen und auch können, zum Beispiel flexible Arbeitszeiten oder Ganztagsbetreuung. Aber für wen sind diese Maßnahmen gut? Nur für die Erwachsenen, die ihre Kinder in ihrer Arbeitszeit betreut wissen wollen? Welchen Platz haben die Bedürfnisse der Kinder?

Diese Fragen stellte der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V. beim ersten AktionstagFamile@Beruf.NRW und brachte auch gleich eine Antwort mit: Ein Aufwachsen in öffentlicher Verantwortung – sei es im Rahmen einer Kindertageseinrichtung, Kindertagespflege oder Ganztagsschule – ist für Kinder wichtig und richtig. Weiterlesen »

 

NRW-Landtag berät über den Schulkonsens NRW-Landtag berät über den Schulkonsens

Widerstand gegen einen “faulen Kompromiss”


©DieterSchütz/PIXELIO

Das NRW-Bündnis „Eine Schule für alle“ wendet sich gegen den Schulkonsens der Landesregierung, der ab Mittwoch (19. Oktober) im Düsseldorfer Landtag beraten wird. Damit werde die längst überfällige Entwicklung zum gemeinsamen Lernen in einer Schule für alle blockiert, heißt es in einer Erklärung des Bündnisses. Es fordert die Abgeordneten auf, den Schulkonsens und die damit verbundenen Änderungen der Landesverfassung und des Schulgesetzes abzulehnen. Der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V. schließt sich dem Appell des Bündnisses an. Es fordert eine Schule, in der die Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam bis zur zehnten Klasse lernen und dabei ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden. Weiterlesen »

 

Für die ABC-Schützen fängt bald der Ernst des Lebens an

Die besondere Schultüte für den Schulanfang…


Bild_Schultüte

©delater/PIXELIO

Die einen können es vor Freude kaum erwarten, während die Anderen schon beim Gedanken daran genervt die Augen verdrehen: Bald heisst es wieder in NRW:

Die Schule fängt an!

Mit dem Beginn des Schulalltags fängt für die ABC Schützen „der Ernst des Lebens“ an.

Viele Familienangehörige möchten richtigerweise diesen ersten Tag zu etwas Besonderem machen, in dem sie die Schultüte mit Allerlei, aber vorallem mit Süßigkeiten füllen. Damit wollen sie ihren Kindern eine große Freude bereiten. Zugegeben: Süßigkeiten sollten nicht verdonnert werden, aber auch hier gilt: Nicht alles was glänzt, ist Gold! Weiterlesen »

 

KiBiz und die Bildungsreform

Kinderfreundlichkeit geht anders!


Die Perspektive der Kinder hat bei den jetzt erfolgten Entscheidungen zur Revision des Kinderbildungsgesetzes und zur Reform des Bildungswesens offenbar kaum eine Rolle gespielt. Vielmehr ging es um Geld und um Parteiengerangel. Die Kinder wurden dabei offenbar aus dem Blick verloren. Weiterlesen »

 

Debatte um Ausbau der Kinderbetreuung in NRW

Kitas sind zum Wohl der Kinder da


©Dr. Stephan Barth / PIXELIO

©Dr. Stephan Barth / PIXELIO

Anekdote aus dem Alltag einer Kindertagesstätte irgendwo in NRW: Kommt ein werdender Vater, dessen Frau im 6. Monat schwanger ist, in die Kita. Er wolle schon mal sein Kind für einen Platz in der U-3-Gruppe anmelden.

Antwortet die Leiterin mit hochgezogen Brauen: Versprechen könne sie nichts, die Familie komme auf die lange Warteliste. Er hätte sich viel früher melden müssen. Der Mann fragt zurück: „Wann? Etwa kurz nach der Befruchtung?“ Weiterlesen »

 

Elternkurse zur Kindergesundheit immer beliebter

AOK Rheinland/Hamburg unterstützt „GELKI!“


ZuTanz im GELKI!-Kursgegeben, bei den Fragen: „Wie kann ich am besten mit dem Alltagsstress in der Familie umgehen?“, „Wie kriege ich mehr Bewegung in den Alltag?“ oder aber „Wie mache ich meinem Kind gesundes Essen schmackhaft?“ haben viele Mütter und Väter ein dickes Fragezeichen im Kopf. Antworten auf diese Fragen finden sie in den Elternkursen „GELKI! Gesund leben mit Kindern – Eltern machen mit“.

Speziell geschulte Fachkräfte bieten in acht Treffen á zwei  Stunden Wissenswertes zu den drei Bausteinen „gesunde Ernährung“, „Bewegung“ und „Entspannung“. Das Programm richtet sich in erster Linie an Familien mit wenig Geld. Es ist kostenlos und kann ohne große Hemmschwelle besucht werden. Weiterlesen »

 

Diskussion um die Revision des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz)

Restzeiten-Betreuung ist keine Tagespflege


Leider passiert es immer wieder: Erwachsene begründen die Befriedigung eigener Bedürfnisse mit dem Wohl der Kinder. Diesmal geht es um das umstrittene Kinderbildungsgesetz NRW (KiBiz). Zur Zeit diskutieren in Nordrhein-Westfalen verschiedene Verbände – darunter der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband NRW (DKSB LV NRW) die Revision des KiBiz – auch bei der Kindertagespflege. Nach derzeit gültiger Rechtslage dürfen bis zu acht Kinder in einer Pflegestelle betreut werden. Von diesen sollen nur fünf gleichzeitig anwesend sein. Ob diese Vorgabe tatsächlich eingehalten wird, ist zweifelhaft. Daher ist zu begrüßen, dass es zukünftig bei fünf Kinder bleiben soll. Aus dem „Forum Förderung von Kindern“ werden dagegen Stimmen laut, es bei der alten Regelung zu lassen. Weiterlesen »